Direkt zum Inhalt

HBM Healthcare Investments erzielt im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Jahresgewinn von CHF 183 Millionen; Erhöhung der beantragten Barausschüttung auf CHF 7.70 je Aktie.

8.5.2020

HBM Healthcare Investments erzielte im Geschäftsjahr 2019/2020 eine anhaltend hohe Wertsteigerung mit einem Gewinn von CHF 183 Millionen und einem Anstieg des inneren Werts um 14 Prozent. Der Aktienkurs nahm überproportional um 17 Prozent zu.

 

Dank dem ausbalancierten Portfolio und einer strategischen Marktabsicherung überstand das Unternehmen die Marktturbulenzen nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie nahezu unbeschadet. Mit einer soliden Bilanz, einem qualitativ hochstehenden Portfolio und einem erfahrenen Team ist das Unternehmen auch für die Zukunft gut aufgestellt.

 

Der Verwaltungsrat und der Investitionsberater überwachen die veränderte Ausgangslage laufend. Aus heutiger Sicht besteht kein grundlegender Anpassungsbedarf bei Geschäftsmodell und Investitionsstrategie. Als Unternehmen, welches in Innovationen im Gesundheitssektor investiert, ist HBM Healthcare richtig positioniert. Der Grossteil der Portfoliounternehmen dürfte nach heutiger Einschätzung operativ nur punktuell von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sein und in einzelnen Fällen gar davon profitieren.

 

Im Berichtsjahr erwiesen sich private Unternehmen als grösste Gewinntreiber. Zur Ergänzung des Portfolios wurden CHF 65 Millionen in sechs neue private Unternehmen investiert und mit weiteren CHF 58 Millionen bestehende Positionen ausgebaut.

 

Verschiedene Unternehmen erwarten im laufenden Finanzjahr wichtige Studienergebnisse oder Marktzulassungen. Übernahmeaktivitäten und Börsengänge dürften im Gesundheitssektor weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen und entsprechenden Mehrwert bringen.

 

Gewinn von CHF 183 Millionen trotz negativer Markt- und Währungsentwicklung

 

HBM Healthcare Investments erzielte im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Jahresgewinn von CHF 183 Millionen und einen Anstieg des inneren Werts je Aktie (NAV) von 14 Prozent. Dies vor dem Hintergrund negativer Markt- und Währungsentwicklungen. So werteten sich die Investitionswährungen gegenüber dem Schweizer Franken zwischen 3 und 12 Prozent ab und reduzierten die Performance dadurch um rund 5 Prozent, während alle relevanten Branchenindizes rückläufig waren (MSCI World Health Care Index – 1.6 Prozent, Nasdaq Biotechnology Index – 5.8 Prozent, S&P Biotech ETF – 17.0 Prozent).

 

Das erfreuliche Ergebnis ist hauptsächlich auf den Wertzuwachs im Portfolio der privaten Unternehmen sowie auf Gewinnbeiträge aus Markt- und Währungsabsicherungsgeschäften zurückzuführen.

 

Aus dem Portfolio der privaten Unternehmen und der Fonds resultierte ein Wertzuwachs von netto CHF 203 Millionen. Im Vordergrund standen dabei die fünf Börsengänge im Berichtsjahr: Viela Bio (Gewinnbeitrag von CHF 35 Millionen), Turning Point Therapeutics (CHF 34 Millionen), Arcutis (CHF 26 Millionen), SpringWorks Therapeutics (CHF 22 Millionen) und Galera Therapeutics (CHF – 1 Millionen). Weitere bedeutende Wertveränderungen resultierten aus Neubewertungen aufgrund von Finanzierungsrunden mit Drittparteien bei Cathay Biotech (netto CHF 64 Millionen, unter Berücksichtigung der gebildeten Rückstellung von CHF 17 Millionen für latente Kapitalgewinnsteuern), Harmony Biosciences (CHF 24 Millionen) und ConnectRN (CHF – 6 Millionen), oder aufgrund der operativen Entwicklung bei Swixx Biopharma (CHF 15 Millionen) und Vascular Dynamics (CHF – 8 Millionen).

 

Das Portfolio der börsenkotierten Unternehmen und die übrigen Vermögenswerte trugen netto CHF 32 Millionen zum Gewinn bei. Dabei wurden Wertverluste bei börsenkotierten Unternehmen von netto CHF 7 Millionen und bei übrigen Vermögenswerten von CHF 9 Millionen durch Gewinne aus Markt- und Währungsabsicherungsgeschäften in Höhe von CHF 48 Millionen mehr als kompensiert.

 

Die Verwaltungsgebühren von CHF 21 Millionen stehen im Einklang mit dem gestiegenen Nettovermögen und der höheren Marktkapitalisierung der Gesellschaft. Aufgrund des im Geschäftsjahr erzielten Wertzuwachses wird zudem eine erfolgsabhängige Entschädigung von CHF 24.7 Millionen für den Investitionsberater und von CHF 1.6 Millionen für den Verwaltungsrat fällig. Die übrigen Administrationskosten und der Finanzaufwand liegen unverändert zu den Vorjahren bei rund CHF 3 bzw. 2 Millionen.

 

CHF 65 Millionen für sechs Neuinvestitionen in private Unternehmen

 

Im Berichtsjahr investierte HBM Healthcare Investments insgesamt CHF 65 Millionen in sechs neue private Unternehmen. Davon sind CHF 55 Millionen bereits einbezahlt; CHF 10 Millionen sind als Investitionsverpflichtung verbucht. Zusätzlich wurden CHF 58 Millionen als Folgeinvestitionen in bestehende private Unternehmen investiert.

 

Im ersten Kalenderquartal 2020 tätigte HBM Healthcare zwei Neuinvestitionen.

 

-        USD 15 Millionen (USD 5 Millionen einbezahlt) gehen an das Diagnostik-Unternehmen Karius mit Sitz in Redwood City, Kalifornien. Karius vermarktet einen Bluttest, der auf einer neuartigen Sequenzierung zellfreier DNA basiert und über 1000 klinisch relevante Krankheitserreger einschliesslich Bakterien, DNA-Viren, Pilze und Parasiten identifizieren und quantifizieren kann. Anwendungsgebiete sind komplizierte Lungenentzündungen, Infektionen bei immungeschwächten Patienten und Endokarditis.

-        ALX Oncology in Burlingame, Kalifornien erhielt USD 5 Millionen. Das Unternehmen entwickelt Therapien, die den CD47-Kontrollmechanismus blockieren, der von Krebszellen ausgenutzt wird, um dem Immunsystem zu entgehen.

 

Die vier weiteren Neuinvestitionen im Berichtsjahr sind Viela Bio (USD 20 Millionen, Antikörper zur Behandlung der Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung), Arcutis (USD 15 Millionen, Wirkstoff zur Behandlung von Schuppenflechte), Arrakis Therapeutics (USD 7 Millionen, Forschungsplattform zur Entdeckung von kleinmolekularen Medikamenten, die an RNA binden) und MicroOptx (USD 3 Millionen, Entwicklung eines Implantats zur Behandlung von Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck).

 

Ausschüttung um 20 Rappen auf CHF 7.70 je Aktie erhöht

 

Das gute Geschäftsergebnis, die solide Bilanz und die weiterhin positive Beurteilung des Portfolios ermöglichen die Weiterführung der bisherigen Dividendenpolitik. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine um 20 Rappen erhöhte Barausschüttung von CHF 7.70 je Aktie vor. Die Auszahlung erfolgt wiederum in Form einer verrechnungssteuerfreien Nennwertrückzahlung. Bezogen auf den Aktienkurs per Ende Geschäftsjahr beträgt die Ausschüttungsrendite 4.1 Prozent und liegt damit in der Mitte der definierten Bandbreite von 3 bis 5 Prozent.

 

Ausblick

HBM Healthcare Investments verfügt über eine sehr solide Bilanz mit einer geringen Verschuldung und einem hohen Anteil an flüssigen Mitteln. Damit ist das Unternehmen für das derzeit mit einigen Unsicherheiten behaftete Marktumfeld gut aufgestellt. Dank der Erfahrung aus früheren schwierigen Marktphasen weiss HBM Healthcare mit der von der COVID-19 Pandemie geprägten Situation umzugehen und lässt entsprechende Vorsicht walten. So werden etwa die privaten Portfoliounternehmen besonders eng begleitet und unterstützt. Darüber hinaus achtet HBM Healthcare darauf, nebst all den Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, auch sich bietende Chancen zu ergreifen.

 

Die drei Portfoliokategorien private Unternehmen, Fonds und börsenkotierte Unternehmen sind unverändert gut ausbalanciert. Die teilweise Marktabsicherung der börsenkotierten Unternehmen wurde Mitte März vollständig aufgelöst. Die Entwicklungen an den Finanzmärkten werden hinsichtlich einer erneuten teilweisen Absicherung eng verfolgt und kontinuierlich neu beurteilt.

 

Auch das Währungsprofil ist dank einer im März getätigten Währungsabsicherung durch Terminverkäufe von USD 600 Millionen gegen Schweizer Franken sehr ausgewogen.

 

In Bezug auf die operative Entwicklung seiner Portfoliounternehmen ist HBM Healthcare unverändert zuversichtlich. Verschiedene Unternehmen erwarten im laufenden Finanzjahr wichtige Studienergebnisse oder Marktzulassungen. Übernahmeaktivitäten und Börsengänge dürften im Gesundheitssektor weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen und entsprechenden Mehrwert bringen.

 

Im Anhang zu dieser Medienmitteilung befindet sich die Bilanz und Erfolgsrechnung nach IFRS, die Angaben zum Portfolio sowie eine Übersicht zur konsolidierten Finanzlage inklusive einer Überleitung zur IFRS-Jahresrechnung. Der detaillierte Geschäftsbericht wird am 26. Mai 2020 veröffentlicht und kann ab diesem Datum auf der Webseite der Gesellschaft abgerufen werden.

 

Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Dr. Andreas Wicki, Tel. +41 41 710 75 77, andreas.wicki@hbmhealthcare.com.